Manuel Schnurr war mit acht Treffern bester Schütze des ASV Ottenhöfen bei der Niederlage in der Hanauerlandhalle.

ASV Ottenhöfen ausgebremst

von befla

Durch eine 29:35-Niederlage bei der HSG Hanauerland erhielten die Aufstiegshoffnungen der Handballer des ASV Ottenhöfen einen gewaltigen Dämpfer. Die Südbadenliga ist plötzlich wieder weit entfernt.

Der HSG Hanauerland glückte die Revanche für die deutliche Hinspielniederlage dank einer starken zweiten Hälfte, in der Ottenhöfen meist in Unterzahl agieren musste.

Hoffnungen auf den Titel in der Landesliga Nord hegten beide Mannschaften auf der Zielgeraden der Saison noch. Dementsprechend motiviert agierten beide Teams in der Hanauerlandhalle Willstätt. So gelang der Drittliga-Reserve des TV Willstätt beim 11:8 in der 19. Minute erstmals ein Drei-Tore-Vorsprung.

Ottenhöfen glich binnen weniger Minuten zum 11:11 aus und ging dann sogar mit 14:11 in Führung. ASV-Rückraum-Ass Manuel Schnurr war mit sechs Treffern in den ersten 30 Minuten kaum zu stoppen. Außerdem sprachen die Unparteiischen eine mehr als umstrittene Disqualifikation gegen die HSG aus, was zu zunächst für Unruhe in deren Spiel sorgte.
Mit Hilfe des eingewechselten Dominik Huber im ASV-Gehäuse nutzte Ottenhöfen diese Phase, um einen 16:14-Vorsprung in die Pause zu retten.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit schaffte es die Wagner-Sieben, die HSG bis zum 20:16 (38.) auf Abstand zu halten. Aufkommende Unsicherheiten im Spiel des ASV und eine nachlassende Torwurfquote ließen den Vorsprung jedoch im Handumdrehen schwinden. Immer wieder musste der ASV in Unterzahl agieren. „Wenn man von 30 Minuten in der zweiten Halbzeit 16 Minuten in Unterzahl spielen muss, gewinnt man auf diesem Niveau kein Spiel! Da haben auch die Schiedsrichter teilweise eine ganz unglückliche Figur gemacht“, sagte Wagner.

Dem ASV gelang es nicht mehr, sein Tempospiel aufzuziehen. Das führte dazu, dass sich die HSG-Abwehr immer besser auf die Offensive des ASV Ottenhöfen einstellen konnte. So kamen die Hanauerländer in der 40. Minute auf 19:20 heran.
ASV-Spielertrainer Wagner nahm ein Team-Time-Out, um seine Mannschaft taktisch neu einzustellen. Die Umstellung der Spielformation war jedoch nur bedingt erfolgreich. „Wir haben zu viele Fehler gemacht. Da nehme ich mich nicht raus“, meinte Wagner. Überhastete Torabschlüsse und fehlende Abstimmungen in der Defensive ließen die HSG Hanauerland in der 51. Minute auf 28:22 davon ziehen.

Der ASV Ottenhöfen konnte in den letzten Minuten den Rückstand nicht mehr verkleinern und kassierte eine 29:35-Niederlage. Das bedeutet einen herben Rückschlag für den ASV, der nun im letzten Heimspiel gegen Tabellenführer SG Scutro ein Handballwunder braucht, um weiter vom ersehnten Aufstieg in die Südbadenliga träumen zu können. Theoretisch ist es noch möglich.

HSG Hanauerland – Ottenhöfen 35:29
Ottenhöfen: D. Huber, Kern 1/1, Blank 1, Poß, Schnurr 8, Wagner 5, T. Huber 1, Fischer, J. Schmälzle 1, Harter 1, Münz 4/1, Vogt 3, P. Schmälzle 4, Nock.
HSG Hanauerland: Fessler 6, Lienhart 3, Sturm, Greyenbuhl 4, Schlampp 6, Hofacker 4, Bechtold, Boehrer, Baehr 10/4, Reith 2, Hartung.

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