Till Fähnders

Ausnahmezustand in Thailand: Wer des Königs Autokonvoi stört

von befla

Anhänger der Demokratiebewegung demonstrieren am Donnerstag ungeachtet des Versammlungsverbotes in Bangkok.
Bild: Reuters

Nach anhaltenden Protesten greift die Regierung in Thailand hart gegen die Demokratiebewegung durch. Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen sind in Bangkok nun verboten. Aber viele junge Thais demonstrieren trotzdem weiter.

Seit Monaten geht die Jugend in Thailands Hauptstadt Bangkok auf die Straße, um mehr Demokratie zu fordern. Von einigen vorübergehenden Festnahmen abgesehen blieb sie dabei weitgehend unbehelligt von den Behörden. Doch angesichts der anhaltenden Protestbewegung wird die Regierung des ehemaligen Generals Prayuth Chan-ocha nun offenbar doch nervös. Sie verhängte am Donnerstag einen Ausnahmezustand, löste eine Demonstration auf und ließ mehrere Anführer der Proteste festnehmen.

Als Grund für die Notverordnung nannte die Regierung unter anderem die angebliche „Störung“ eines königlichen Autokonvois. Die Art der Begründung könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich die jungen Demonstranten mit ihren ungewöhnlich offenen Rufen nach einer Reform der Monarchie für manche konservative Thais zu weit vorgewagt haben.

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