Christian Siedenbiedel

Deutsche mögen Aktien jetzt mehr als Gold

von befla

Die Einstellung der Deutschen gegenüber Aktien und Gold scheint sich etwas verändert zu haben – und zwar zugunsten von Aktien. Das legt jedenfalls eine repräsentative jährliche Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 1002 Deutschen im Auftrag der Goldhandelskette Pro Aurum aus München nahe.

Dieser Umfrage zufolge sprechen sich zum ersten Mal seit Beginn der Befragungen im Jahr 2011 mehr Deutsche für Aktien aus als für Gold. Auf die Frage, welche Geldanlage, die man heute tätige, nach mindestens drei Jahren den höchsten Gewinn einbringe, sagten 28 Prozent Aktien, 26 Prozent Gold, 16 Prozent Fondsanteile, 3 Prozent Fest- oder Termingeld und 3 Prozent Anleihen.

In den Jahren 2011 bis 2015 sowie 2018 hatte Gold (teils sehr deutlich) auf dem ersten Platz gelegen, in den Jahren 2016 und 2017 hatte Gold sich den ersten Platz mit den Aktien geteilt. Die Beliebtheit der Aktien ist dabei über die Jahre mehr oder minder kontinuierlich gestiegen, während die Beliebtheit des Goldes von Jahr zu Jahr schwankte.

Mehr Aktionäre als Goldbesitzer

Etwas anders fielen die Ergebnisse auf die Frage aus, welche Geldanlage die Menschen denn tatsächlich besitzen. 28 Prozent berichten von einer Immobilie als Geldanlage, und ebenso viele besitzen einen Bausparvertrag oder Bausparplan. 27 Prozent haben eine Lebensversicherung abgeschlossen. 24 Prozent besitzen ein Tagesgeldkonto, ebenfalls 24 Prozent Fondsanteile.

15 Prozent haben nach eigenen Angaben Aktien und 13 Prozent Fest- oder Termingeld. 4 Prozent der Befragten haben in Anleihen investiert. Gut jeder Zehnte (13 Prozent) sagte, dass er Edelmetall besitze: 11 Prozent hätten in Goldbarren oder -münzen investiert, und 4 Prozent zählten Silberbarren oder -münzen zu ihrem Besitz. 6 Prozent sehen ihre Antiquitäten (beispielsweise einen sehr alten Schrank) als Geldanlage an, und 4 Prozent besitzen nach eigenen Angaben wertvolle Kunstgegenstände. 3 Prozent haben in Zertifikate investiert.

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