Markus Frühauf

Devisenmarkt: Das Coronavirus schwächt den Euro

von befla

Arbeiter tragen Schutzmasken gegen das Coronavirus Bild: AFP

Pandemie, niedrige Zinsen, schwache Konjunktur: Der Wechselkurs steht unter Druck, weil die Sorgen vor einer Rezession in Deutschland steigen. Auch die Führungskrise in der CDU trägt dazu bei.

Der Euro hat derzeit an den Devisenmärkten einen schweren Stand. Ein wesentlicher Grund dafür ist die schwache Konjunktur in Deutschland, die durch das Coronavirus und seine Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft zusätzlich belastet wird und in eine Rezession geraten kann. Am Mittwoch fiel die Gemeinschaftswährung gegenüber dem amerikanischen Dollar auf 1,0865 Dollar, den niedrigsten Stand seit Mai 2017. Am Donnerstag lag der Euro nur wenig erholt auf 1,086 Dollar. Doch zum Schweizer Franken fiel er auf das tiefste Niveau seit August 2015. Die Schweizer Währung profitierte am Donnerstag von den Sorgen vor dem Coronavirus, die durch den sprunghaften Anstieg der Infizierten und Todesfälle schon die asiatischen Börsen belastete. Der Euro war mit 1,0622 Franken so wenig wert wie seit 44 Monaten nicht mehr.

Das britische Pfund legte zum Euro um 0,6 Prozent auf 1,1990 Euro zu, das höchste Niveau seit achteinhalb Wochen. Grund war vor allem der überraschende Rücktritt des Finanzministers Sajid Javid. Premierminister Boris Johnson ernannte umgehend den bisherigen Generalsekretär des Finanzministeriums, Rishi Sunak, zum Nachfolger.

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