Claudia Bröll

Digitale Konkurrenz: Neue Bankenwelt blitzt in Afrika auf

von befla

Bankfiliale im Schatten: In Südafrika setzen digitale Banken die klassischen Institute wie Capitec immer stärker unter Druck. Bild: Reuters

In Südafrika preschen digitale Geldinstitute vor. Mit attraktiven Angeboten setzen sie die etablierten Banken erfolgreich unter Druck. Dabei entsteht auch ein Eindruck von den Geschäftsmodellen der Zukunft.

Der Weg von der alten in die neue Bankenwelt ist in Kapstadt nicht weit: Im Zentrum befindet sich die frühere Standard-Bank-Zentrale in einem monumentalen Gebäude mit Säulen, Götterstatuen und Kuppel. Einst wurde sie die „Queen of Adderley Street“ genannt. Heute ist das imposante Eingangstor fest verschlossen.

Ein paar hundert Meter entfernt wirbt eine neue Bank um Kunden, aber nicht in einem Prunkbau, sondern in einem Supermarkt. Gleich neben den Kassen steht ein Automat der „Tyme-Bank“. Geld abheben könne man nicht, aber Kunde werden, erklärt eine „Botschafterin“ der Bank. Nur eine Personalausweis- und eine Handynummer seien nötig. „No documents. No stress“, lautet der Werbeslogan. Und tatsächlich: Drei Minuten später spuckt der Automat eine Debit-Karte aus.

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