Diskussion über Militärbündnis: Die Nato ist ohne Führung

von befla

Wer steht eigentlich noch hinter der Nato? Bild: EPA

„Hirntot“, wie der französische Präsident Macron sagte, ist die Nato nicht. Doch Trump und Erdogan haben das Verteidigungsbündnis beschädigt. Besonders prekär ist dabei die deutsche Lage.

Dreißig Jahre sind eine lange Zeit. Eine ganze Generation ist seit dem Mauerfall erwachsen geworden. Wer damals geboren wurde, hat heute in vielen Fällen selbst schon Kinder. Aber die Diskussion über die Folgen des gewaltigen historischen Umbruchs, der mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze begann, ist noch lange nicht beendet. Die Stich- und Reizworte sind bekannt, sie haben viele Reden und Aufsätze dieses Gedenkjahres geprägt: die immer noch bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West, heute mehr politisch als wirtschaftlich, und die Radikalisierung des öffentlichen Diskurses.

Letzteres ist keine deutsche Spezialität, wie ein Blick auf andere westliche Demokratien zeigt. Aber bei uns wird der neue Grundkonflikt zwischen liberal-weltoffenen und autoritär-nationalistischen Kräften zumindest zum Teil zwischen den beiden Landesteilen ausgetragen, die sich am 9. November 1989, ohne es zu wissen, auf einen gemeinsamen Weg begaben.

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