Facebook und die Wahlkampflügen

von befla

Facebook ist mit 2,4 Milliarden Nutzern das größte soziale Netzwerk der Welt. Bild: Reuters

In den sozialen Netzwerken wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Das kann ruhig so bleiben, findet Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Politik war schon immer ein schmutziges Geschäft. Gesteigert hat sich aber der Grad der Dreistigkeit. In den sozialen Netzwerken macht die Lüge gerade eine steile Karriere als legitimes Instrument zur Wählerwerbung, das sich bequem und effektiv plazieren lässt. Der amerikanische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat das kürzlich erfahren müssen. An seinem Fall hat sich nun eine muntere Debatte darüber entsponnen, wie die Sitten im politischen Werbegeschäft verlottern und welche Rolle die Internetgiganten wie Facebook, Google oder Twitter dabei spielen. Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat jedenfalls unmissverständlich klargemacht, dass er sich dieser Entwicklung nicht entgegenstellen möchte, das ist erklärte Firmenpolitik.

Corinna Budras

Corinna Budras

Redakteurin in der Wirtschaft und für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

In den Vereinigten Staaten sorgt diese eindeutige Positionierung für Furore. Politiker, Wettbewerber und sogar die eigenen Mitarbeiter von Facebook sind empört. Doch auch in Deutschland sollte die Angelegenheit niemanden kaltlassen, denn hierzulande haben die Parteien ebenfalls soziale Netzwerke als weitgehend unregulierte Spielwiese für sich entdeckt. Die AfD feiert dort ganz erstaunliche Erfolge.

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