Frauen des VC Offenburg sind zurück in der Erfolgsspur

von befla

Eine Woche nach der ersten Saisonniederlage haben sich die Drittliga-Volleyballerinnen des VC Offenburg am Samstagabend mit einem 3:2 (25:20, 17:25, 25:16, 17:25, 15:6)-Sieg gegen den bisher ungeschlagenen Vorjahresmeister SV Sinsheim eindrucksvoll zurückgemeldet. 

Aufgrund der Personalsituation ergab sich auf Offenburger Seite ein etwas anderes Bild, denn Kapitän Johanna Ewald (Masterabschluss), Franziska Fried (privat verhindert), Noemi Freitag (2. Mannschaft) und Jana Grathwol (verletzt) waren nicht in Sinsheim dabei. Somit zog sich Trainerin Richarda Zorn das Spielertrikot über, Leonie Amann übernahm die Rolle der Kapitänin, und Manager Florian Scheuer agierte als Coach an der Seitenlinie.

„Das neue Team musste sich erst finden“, erklärte Zorn die Nervosität zu Beginn. Denn neben Lisa Solleder und Louisa Seib, die erstmalig gemeinsam im Außenangriff starteten, nahm Leonie Amann als Diagonalangreiferin eine neue Position ein. Zudem trug Libera Pia Buttgereit erstmalig die komplette Verantwortung in Annahme und Abwehr. 

Zu viele Eigenfehler

Eine stabile Annahme und eine sehr gute Abwehrarbeit waren die Grundlage für den ersten Satzgewinn. Durchgang zwei ging dann aber verloren, weil Offenburg zu viele Eigenfehler produzierte und Sinsheim druckvoller agierte. „Wir haben die langen Ballwechsel verloren, was natürlich zusätzlich Kraft raubt“, resümierte Scheuer den deutlichen Satzverlust. 

In Satz drei übernahm das Duo Rodenbüsch/Solleder den Außenangriff und brachte neuen Schwung ins Spiel. Das Zusammenspiel Amann/Zorn klappte in diesem Durchgang wieder tadellos. Ein hoher Aufschlagdruck, gepaart mit mutigen Aktionen in allen Elementen brachten die 2:1-Führung.

Starker Tiebreak

Doch Sinsheim schlug zurück: Kapitänin Annika Schwager, einst selbst beim VCO aktiv, brachte die Offenburger Annahme ins Straucheln, sodass der Tiebreak die Entscheidung bringen musste.
Aufschlagserien von Richarda Zorn, Isabella Herp und Lisa Solleder ebneten den Weg zum am Ende deutlichen 15:6-Satzgewinn. „Uns ist es gelungen, dass Leonie Amann so lange wie möglich vorne agieren konnte“, freute sich Interimstrainer Florian Scheuer, dass die junge Medizinstudentin vollkommen zurecht zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde. 

„Das ist als Zuspielerin Luxus, wenn man weiß, da ist eine auf dem Feld, die immer den Punkt macht“, lobte Zorn, war aber auch stolz auf ihre beiden Mittelblockerinnen Herp und Saunders. „Isi und Teresa haben den gegnerischen Block immer wieder glauben lassen, dass sie den Ball angreifen wollen, so haben sie Leo oft eine sehr gute Ausgangssituation beschert.“ 

Am Samstag steht die nächste Auswärtspartie beim Tabellenachten SSC Freisen an.

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