Gutach: Nach Hängepartie erfolgt Umsetzung

von befla

Gemeinderat Gerhard Wöhrle (SPD) merkte an, dass nicht alle Kommunen mitmachen würden und Silke Lanninger bestätigte dies. Ratskollegin Karla Wöhrle (CDU) erkundigte sich nach möglichen Zusammenschlüssen mit benachbarten Revieren bei ausbleibender Wirtschaftlichkeit und falls ja, ob Gutachs Revierleiter Frank Werstein weiterhin zuständig wäre. „Das Amt für Waldwirtschaft garantiert Förster – was aber nicht an die Person gebunden ist“, stellte Lanninger fest. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung entscheidet sich ihrer Einschätzung nach im Privatwald. Gemeinderat Jürgen Wälde (FWV) sprach sich für einen Vertragsabschluss wie eingereicht aus, der auch die Option beinhaltete, das Amt für Waldwirtschaft mit Leistungen außerhalb der Kommunalwaldverordnung zu beauftragen. „Damit können wir bei Bedarf für Sie tätig werden, etwa beim Verkauf von Sondersortimenten“, erläuterte Silke Lanninger den Passus auf Nachfrage aus dem Rat. Was die Privatwaldbesitzer angeht, werde die Beratung durch den Förster kostenfrei bleiben. Was die gebührenpflichtige Betreuung der Waldbesitzer betrifft, könne ähnlich einem Baukastensystem der Umfang der Unterstützung zusammengestellt werden. „Für Waldbesitzer mit bis zu 50 Hektar besteht Anspruch auf eine fallweise geförderte Betreuung“, erläuterte die Forstbeamtin. Die Abrechnung erfolge auf Stundenbasis zu einem stark geförderten Kostensatz (27,71 Euro pro Stunde). Lanninger empfahl, noch in 2019 eine Privatwaldvereinbarung abzuschließen, um sich die Option zu sichern, den Förster für die kommenden fünf Jahre zum geförderten Stundensatz zu beauftragen. Für Waldbesitzer bis zu 200 Hektar gebe es geförderte Vertragsmodelle der ständigen Betreuung. Erfreulich ist laut Silke Lanninger die Zusage von Landrat Frank Scherer, dass die Försterstellen bis 2023 konstant gehalten werden sollen. Der Wald von Städten und Kommunen (Körperschaftswald) unterliegt ebenso wie der Staatswald einer besonderen Allgemeinwohlverpflichtung. Im Hinblick auf sachkundige und planmäßige Bewirtschaftung sind Mehraufwendungen erforderlich und Auflagen zu erfüllen. Um diesen Anforderungen gerecht werden zu können, gewährt das Land einen finanziellen Ausgleich.

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