Haslach i. K.: "Für uns wäre es eine Erleichterung"

Haslach i. K.: “Für uns wäre es eine Erleichterung”

von befla

Das sagt die evangelische Kirche Haslach: Christian Meyer als Pfarrer der evangelischen Kirche Haslach erklärt bezüglich des Umgangs mit Münzen in Spendenkästen und dem “Klingelbeutel”: “Für uns sind Bargeldspenden nach wie vor wichtig. Dabei geht es aber eher um Summen im Eurobereich, weniger um Ein- und Zwei-Cent-Spenden.” Die Kirche sammele in jedem Gottesdienst für bestimmte Zwecke mit dem “Klingelbeutel” und einem Körbchen am Ausgang. Darüber hinaus gebe es ein Spendenhäuschen für den Fehrenbacherhof und es würden über Flohmärkte Geld für Straßenkinder in Nicaragua gesammelt. Bei ihrer Hausbank könne die evangelisch Kirche Haslach das Bargeld kostenlos einzahlen.

Allerdings macht der Bargeldlos-Trend auch vor der Kirche nicht Halt: “Interessant ist vielleicht auch, dass wir als Kirchengemeinde schon länger keine eigene Bargeldkasse mehr haben. Wir überweisen alle Rechnungen und Erstatten per Überweisung. Dadurch schaffen wir Kostentransparenz, was uns sehr wichtig ist”, so Meyer. Er denkt noch weiter: “In Zukunft werden auch im Gottesdienst Spenden per Handy oder EC-Karte eine Rolle spielen, aber als zusätzliche Serviceoption. Unser nächster Schritt wird es wahrscheinlich sein, auf unserer Homepage die Möglichkeit für eine Online-Spende einzurichten.”

Den Wegfall für Ein- und Zwei-Cent-Stücke fände Meyer nicht tragisch, betont aber auch, dass Bargeld nach wie vor wichtig und praktisch sei. Die Menschen hätten damit nämlich einen besseren Überblick über ihre Ausgaben.

Das sagt die katholische Kirchengemeinde Hausach-Hornberg: “Wir haben keine allzu großen Bezüge zu den kleinen Centbeträgen. Im ›Klingelbeutel‹ landen meist größere Münzen, welche dahingegen aber eine recht große Rolle für uns Spielen”, schreibt Pfarrsekretärin Kinga Rzepka. Spenden im Klingelbeutel oder Kästchen seien selten kleiner als 50 Cent. Alle Beträge darunter seien “eher lästig”, da beim Einzahlen die kleinsten Münzen erst nach dem zweiten Einwerfen oder gar nicht erkannt werden. “Aufgrund der geringen Menge ist das aber kein großes Problem”, so Rzepka. “Schlussendlich kann man aber sagen, dass wir auf Kupfermünzen verzichten können”, befindet sie und fasst zusammen: “Für uns wäre es eher eine Erleichterung als ein schwerer Abschied.”

Nach Finnland, den Niederlanden, Belgien und Irland schafften die Italiener als fünftes der 19 Euro-Länder die Ein- und Zwei-Cent-Münzen im Jahr 2018 ab. Trotz der Kritik an dem verkupferten Kleingeld werden – gemessen an der Stückzahl – am häufigsten kleine Münzen produziert. 2016 und 2017 gaben die Euro-Ländern jeweils rund 3,6 Milliarden Ein- und 2-Cent-Stücke aus.

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