Hausach: Mai und Bähr knacken die WM-Norm

Hausach: Mai und Bähr knacken die WM-Norm

von befla

2050 Höhenmeter sowie 80 kräftezehrende und wellige Kilometer hatten die aus zahlreichen Nationen angereisten Marathonspezialisten bei der UCI Marathon-World-Series in Singen zu bewältigen. Vom Start weg positionierte sich Mai in der Spitzengruppe, in der sich auch die mehrfachen Welt- und Europameisterinnen Esther Süss (Schweiz) und Sabin Spitz befanden. Nach etwa 30 km setzte sich ein Trio ab. Mai, der nach einer fast neunmonatigen Wettkampfpause Rennpraxis fehlte, hielt sich mit Spitz und Süss in der Verfolgergruppe auf. „Bei Kilometer 50 setzten sich zunächst fünf Fahrerinnen ab. Um die Lücke wieder zu schließen, ergriff ich die Initiative. Mit Sabine Spitz, Miriam Oeschger (Herzlichst Zypern) und Verena Huber (Vaude-Centurion) im Schlepptau, die zu diesem Zeitpunkt keine Führungsarbeit leisteten, holten wir die Ausreißer wieder ein“, meint MaiDieser Kraftakt rächte sich jedoch. Bei Kilometer 60 bekam die Steinacherin Krämpfe, musste abreißen lassen und kämpfte sich die letzten 20 Kilometer alleine ins Ziel. „Dass ich aber einen Platz vor der Olympiasiegerin und amtierenden deutschen Marathonmeisterin Sabine Spitz ins Ziel fahren und die WM-Norm erfüllen konnte, stimmt mich positiv für die weiteren Wettkämpfe“, freute sich die 21-Jährige BWL-Studentin über ihren Erfolg. Teamkollegin Alina Bähr hatte eine lange Alleinfahrt hinter sich, ehe bei Kilometer 60 zwei Konkurrentinnen auf sie auffuhren. „Nach einem Fahrfehler am letzten Anstieg musste ich absteigen und schieben. Mit letzter Kraft konnte ich die beiden Konkurrentinnen wieder einholen und den Schlusssprint für mich entscheiden“, berichtete die Oberkircherin. „Mit dem 16. Platz und der Qualifikation für die WM bin ich mehr als zufrieden“, strahlte Bähr über ihre Leistung. Martin Zehnle war über seinen 41. Platz sehr enttäuscht. Zufrieden war dagegen Marian Singler. „Je länger das Rennen dauerte, umso besser lief es bei mir. Auf der Überholspur konnte ich noch bis Platz 45 vorfahren“, freute sich der Schuttertäler. Matthias Pfundstein beendete das Rennen als 64.

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