Hausach: Trinationale Partnerschaft ist Vision

Hausach: Trinationale Partnerschaft ist Vision

von befla

Es ist dem Verein wichtig, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Der Fokus liegt dabei auf den Bildungsmöglichkeiten, dadurch kann der Kreis der Armut durchbrochen werden. Ziel ist es, jedem Kind in Douroula die Möglichkeit zu geben, die Schule zu besuchen und einen Abschluss zu erreichen. Der Verein wurde 2008 gegründet und im gleichen Jahr wurde auch das erste Klassenzimmer gebaut. Im Laufe der Zeit kamen weitere hinzu, 2012 gab es die erste zwölfte Klasse. Mittlerweile ist die Zahl der Oberstufenklassen auf drei angewachsen. Auch Lehrerwohnungen wurden eingerichtet. Der Verein finanziert sich hauptsächlich durch Spenden von Privatpersonen sowie Firmen und durch Fundraising, wie beim Afrikafest, und durch ehrenamtliche Mitarbeit. Es gibt beispielsweise beim Robert-Gerwig-Gymnasium ein Pfandkässle, dessen Erlös in Patenschaften in Burkina Faso fließt. Eine Patenschaft bedeutet die Übernahme der Schulgebühr von 50 Euro, ein warmes Essen pro Tag und die Übernahme der Kosten für die Schuluniform, Bücher und Stifte jeweils für ein Kind für ein Jahr. Der Verein unterstützt auch ein Waisenhaus mit 30 bis 50 Kindern. Fünf Schülerinnen aus dem Haus haben mittlerweile dank der Unterstützung ihr Abitur erreicht. Menke betonte, durch die Hilfe zur Selbsthilfe würden auch Fluchtursachen bekämpft. Zu der trinationalen Partnerschaft gehören ihrer Meinung nach der Schüleraustausch und die Sammlung von Materialspenden wie Fahrräder und ausgediente Maschinen. Auch die Weitergabe von bewährten Methoden beispielsweise bei der Verwaltungsarbeit und gelebte Freundschaft gehören nach Menkes Meinung dazu. Brigitte Salzmann (SPD) dankte besonders Selina Schmidt für ihr Engagement für Burkina Faso. Bürgermeister Wolfgang Hermann versprach, dass in den kommenden Monaten ein Verwaltungsvorschlag zu dem Thema trinationale Partnerschaft vorgelegt werde.

OrtenauTV abonnieren

Das könnte dich auch interessieren

Hinterlasse einen Kommentar