Hausach: "Zeitbezogen und gleichzeitig zeitlos"

Hausach: „Zeitbezogen und gleichzeitig zeitlos“

von befla

„Sie ist jemand, der zwar 1961 geboren wurde, aber auf Höhe der Zeit geblieben ist“, meinte Oliver beim Pressegespräch und fügte hinzu, dass das Buch „Der Mann, der eine Blume sein wollte“, zu seinen Lieblingskinderbüchern gehört. Zur Begründung der Jury führte er aus: „Sich und seinen Themen treu zu bleiben und dennoch immer neue Wege der literarischen, der künstlerischen Umsetzung zu finden, dieser Herausforderung stellt sich Tuckermann mit jedem neuem Text und stellt sich dieser Aufgabe nicht nur, sie meistert sie auf so eindringliche und poetische Weise, dass sie preiswürdig ist.“ Die richtige Sprache für ihre Leser zu finden, sei ein Markenzeichen Tuckermanns, genau so wie sie mit jedem ihrer Texte dem Lesepublikum etwas zumutet und keine in Watte gehüllte Erbaulichkeitsliteratur präsentiert, sondern Bücher, die zeitbezogen sind und gleichzeitig zeitlos nachhallen. Sistiaga-Thumm freute sich über die neue Preisträgerin und über die Kooperation der Thumm-Stiftung mit Hausach und dem Leselenz. „Das eröffnet viele Möglichkeiten“, sagte sie. Die Zusammenarbeit gestalte sich unkompliziert und laufe mittlerweile „wie von allein“. „Es ist richtig spannend, wie man auf immer mehr Autoren stößt. Ich laufe jetzt auch mit anderen Augen durch die Welt“, meinte Sistiaga-Thumm. Wie sie berichtete, gingen Tuckermanns Auszeichnung „teilweise heftige Diskussionen“ voraus, in denen debattiert wurde, was genau unter junger Literatur verstanden werden soll. „Der Begriff ist nicht ganz griffig“, führte Sistiaga-Thumm aus. „Aaber vielleicht wird er ja durch diesen Preis eindeutiger.“ Diesen bezeichnete sie als „etwas Neues, das wir auf den Weg gebracht haben. Darauf können wir stolz sein.“ Hausachs Bürgermeister Wolfgang Hermann erklärte, die Preisverleihung im Rahmen des Leselenzes liege ihm besonders am Herzen und erinnerte daran, wie Arne Rautenberg im vergangen Jahr die Kinder bei seiner Lesung begeistert hatte. Wie Oliver berichtete, werden er, Sistiaga-Thumm und andere Verantwortliche über die Zukunft des Preises im Herbst beraten. Die Auszeichnung war ursprünglich als Pilotprojekt für die Dauer von drei Jahren ausgelegt worden. In diesem Zusammenhang wurde auch die weitere Zusammensetzung der Jury angesprochen. Oliver betonte, er wolle nicht Mitglied des Komitees sein, da er schon in dem für die Stadtschreiber sitze. Möglich wäre aber, dass ihr vorangegangene Preisträger angehören. „Wichtig ist, dass es drei Mitglieder sind und die stellvertretende Leselenz-Kuratorin Ulrike Wörner dabei ist“, so Oliver. Anja Tuckermann wird am Montag, Juli, „Kinderleicht und lesejung“ eröffnen. Die Preisverleihung ist am Mittwoch, 5. Juli, in der Stadthalle. Die Laudatio wird Gesa Krauß halten, die im Regierungspräsidium Freiburg für Autorenbegegnungen und Förderprogramme zuständig ist.

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