Herbolzheim: Geschichten vor Vergessen bewahren

Herbolzheim: Geschichten vor Vergessen bewahren

von befla

Zur Sprache kam auch die Freibank, an der Fleisch von Tieren verkauft wurde, die notgeschlachtet wurden. Ein Butt verkündete, wenn das wieder der Fall war. Claudia Bühler berichtete von ihrer Großmutter Helene Bühler, die von 15 Jahren an bis zur Schließung in der Tabakfabrik Neusch gearbeitet hatte. Thomas Reitzel sprach über die Zeit, als in Herbolzheim Gerste für den Kaffee geröstet wurde – statt Röstaroma habe es aber eher unangenehm nach Großbrand gerochen. Urban Schmidt las eine zugeschickte Geschichte über zwei Russen vor, die unter General Wlassow für Deutschland kämpften. Nicht unerwähnt blieb unter anderem auch der Kinderschreck „Der Elfer“ und natürlich der Besuch des Wirtschaftsministers Ludwig Erhard. Als man ihm auf den Schützenplatz einen Schoppen Herbolzheimer Gewürztraminer kredenzte, soll er diesen in einem Zug ausgetrunken und dann gesagt haben: „Das habt ihr aber einen guten Most.“ Auch die – leider nur drei – Besucher steuerten noch Anekdoten bei. Verdient gehabt hätte die Veranstaltung aber wesentlich mehr Zuhörer. Woran die geringe Gästezahl gelegen hat? Vielleicht an der Hitze. Der Arbeitskreis will noch einmal weitere Geschichten vorstellen, dann aber in einem Wintermonat, der mehr zum Zusammenkommen und Geschichtenhören, einlädt. Wer Geschichten oder Erinnerungen aus Herbolzheim und den Ortsteilen zu erzählen hat, kann mit dem Arbeitskreis Kontakt aufnehmen. Entweder unter Telefon 07643/93 59 11, per E-Mail an geschichte@stadt-herbolzheim.de oder per Post an Tourismusbüro, AK Geschichte, Claudia Bühler, Hauptstraße 60, 79336 Herbolzheim.

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