Kehler FV braucht einen Neustart

von befla

Frank Berger ist optimistisch (Bild ©Christoph Breithaupt / Bericht Thomas Kastler) Nur vier Punkte aus den letzten vier Spielen: Der auf Platz drei abgerutschte ehemalige Verbandsliga-Tabellenführer Kehler FV steckt in einer Mini-Krise. Am Samstag (14.30 Uhr/Rheinstadion) soll gegen Denzlingen der Bock umgestoßen werden. Trainer Frank Berger sagt: „Ich bin guter Dinge.“ Die Niederlagen in Bühlertal (0:4) und zuletzt in Pfullendorf (1:3) sowie das Remis in Auggen (1:1) haben die Euphorie beim Kehler FV ausgebremst. Der Trainer redete gleich am Montag Tacheles: „In Pfullendorf haben mit einige Dinge nicht gefallen“, sagt Frank Berger, „das haben wir umgehend geklärt – dann war im Training richtig Zug drin.“ „Beide Auswärtsniederlagen waren vermeidbar“, ärgert sich der Coach. Was die Grünweißen jetzt brauchen, ist ein kleiner Neustart. Der Tabellensechste FC Denzlingen ist dafür aber nicht gerade ein Gegner auf Bestellung. „Die haben sehr wendige Außenbahnspieler“, hat Berger festgestellt, „und das schnelle Umschaltspiel funktioniert sehr gut.“ Das ist das eine. Die andere Frage aber bleibt die: Was ist los mit dem KFV? Wo steckt der Wurm drin? Berger überlegt einen Moment, ehe er antwortet: „Vielleicht hatte sich bei manchen Spielern eine gewisse Zufriedenheit eingeschlichen und die letzten fünf bis zehn Prozent wurden nicht mehr auf den Platz gebracht.“ Außerdem habe in manchen Situationen einfach auch das Spielglück gefehlt. Bergers positives Beispiel: „Als es noch lief, hat Stefan Laifer zwei Tore erzielt, wo er eigentlich nur flanken wollte.“ Zuletzt in Pfullendorf aber geschah Folgendes: „Ein Gegner schießt unserem Spieler ans Bein und von dort fliegt der Ball als Bogenlampe in unser Tor.“ Gewöhnlich gleichen sich solche Dinge im Laufe einer Saison aus. Lux und Paqarizi zurück
Jetzt muss erst mal Ruhe rein. „Alles liegt an uns“, weiß der Kehler Coach, „wir müssen uns taktisch richtig auf den FC Denzlingen einstellen und die Dinge dann auf dem Platz auch umsetzen.“ Dabei helfen könnten wieder zwei zuletzt wegen Verletzung ausgefallene Spieler: Lukas Lux und Arber Paqarizi sind in dieser Woche ins Training zurückgekehrt. „Sie haben gleich einen guten Eindruck gemacht. Das stimmt mich positiv“, sagt Berger. Bis zur Winterpause stehen noch fünf Partien auf dem Programm, darunter auch das brisante Auswärtsspiel beim Tabellenführer FV Lörrach-Brombach. Doch Frank Berger denkt ganz im Stile vieler Profi-Trainer stur von Spiel zu Spiel. „Am Samstag gegen Denzlingen gilt es, den ersten Schritt zu machen“, formuliert er das Nahziel. Gelingt das, dann dürfte in Kehl von einer Minikrise bald nicht mehr die Rede sein.

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