Lahr: „Die Risiko-Lebensversicherung ist der Königsweg“

von befla

Die am häufigsten genutzte Option ist die Risiko-Lebensversicherung. Hier zahlt der Versicherte einen Beitrag für eine Todesfallsumme. Stirbt der Versicherte innerhalb des versicherten Zeitraumes, wird diese Summe ausbezahlt, verstirbt er nicht, gibt es keine Leistung. Leider scheitern viele an Gesundheitsfragen, eine Risiko-Lebensversicherung zu vernünftigen Konditionen zu erhalten. Aus unserer Sicht ist die Risiko-Lebensversicherung, sofern möglich, der Königsweg. Sie macht keine Unterschiede zwischen den Todesursachen. Sogar Selbstmord ist nach einer Wartezeit oft mitversichert. Zudem sind die Beiträge im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen steuerlich absetzbar.

Wie sinnvoll ist eine Sterbegeldversicherung?

Hierbei handelt es sich in der Regel um eine kapitalgedeckte Versicherung. Am Ende der Vertragslaufzeit wird auf jeden Fall eine Leistung ausbezahlt. Auch gibt es bei der Sterbegeldversicherung in den meisten Fällen keine Gesundheitsprüfung. Aber die Prämien sind meist viel höher als bei der Risiko-Lebensversicherung. Auch höhere Summen, etwa 200 000 Euro, können nicht abgesichert werden. Und: Bis die ganzen Kosten mit Zinsen und Überschüssen wieder hereingeholt sind, vergehen zehn bis 15 Jahre. Daher stellt diese Versicherung aus meiner Sicht nur eine Alternative für Personen dar, welche keine Risiko-Lebensversicherung erhalten. Diese Versicherung ist erste Wahl für Personen, die wegen ihres hohen Alters keine Risiko-Lebensversicherung abschließen können oder auch für Menschen, die wegen ihrer Gesundheit keine Risiko-Lebensversicherung erhalten und keine größeren Kredite absichern müssen.

Was bringt die Absicherung von Angehörigen mit einer Unfallversicherung?

Hier gibt es eine vereinfachte Gesundheitsprüfung und die Beiträge sind in der Regel sehr niedrig. Auch die Absicherung von höheren Summen ist möglich. Aber: Die Deckung ist eingeschränkt, da die Versicherung nur bei Tod durch Unfall leistet. Verstirbt man wegen Krankheit, gibt es keine Leistung.

Was ist bei der Absicherung von Angehörigen, mit denen man nicht verwandt ist, zu beachten?

Als Berechtigen im Todesfall, egal bei welcher Form der Absicherung, kann man eintragen, wen man will. Doch es kann zu Problemen mit Erbschafts- und Schenkungssteuer kommen: Für Verheiratete, leibliche Kinder und Stiefkinder gelten steuerfrei vererbbare Beträge. Für Partner, die unverheiratet sind, gelten deutlich niedrigere Grenzen. Hier lohnt sich die Beratung beim Steuerberater.  Die Fragen stellte Alexander Kauffmann.

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