Lahr: Lahrer Gastronomen dürfen sich freuen - Lahrer Zeitung

Lahr: Lahrer Gastronomen dürfen sich freuen – Lahrer Zeitung

von befla

Viele Geschäfte wie beispielsweise Lidl reduzierten ihre Preise sogar bereits eine Woche vor dem Inkrafttreten der offiziellen Regelung.

Gasthäuser wie der „Zarko“ in der Schillerstraße hingegen profitieren von den ab heute geltenden Regelungen gleich in zweifacher Hinsicht. So gilt für Speisen der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent, der im Zuge des Corona-Konjunkturpakets auf fünf Prozent reduziert wird. Dies gilt bis zum Juni 2021.

Sowohl in der Bäckerei Dreher als auch bei Heitzmann in der Marktstraße kostet eine Brezel aktuell noch 78 Cent. Ob und um wie viel billiger die Brezel am Folgetag sein wird, konnte die Verkäuferin auf Anfrage nicht genau sagen. „Neue Schilder habe ich noch keine bekommen. Vielleicht zeigt sich die Steuersenkung dafür an anderer Stelle“, vermutet sie. Die Mehrwertsteuersenkung muss jedoch nicht zwingend beim Endverbraucher ankommen. Für Verbraucher gilt zu beachten, dass für sie kein direkter Anspruch auf die Ersparnis besteht.

Auch sind die Händler nicht dazu verpflichtet, die neuen Preise bereits auf den Schildern auszuzeichnen, wie die Verbraucherzentrale auf ihrer Webseite erläutert. So können Händler beispielsweise den durch die Senkung entstandenen Betrag erst bei der Abrechnung an der Kasse abbuchen.

Manche Händler sehen die Steuersenkung auch als Chance. So zum Beispiel der Weltladen Esperanza in der Marktstraße.

Steuersenkung für wohltätige Zwecke

Dieser plant, die Mehrwertsteuersenkung für wohltätige Zwecke zu nutzen. So wolle man laut einem Flyer unter dem Motto „Fairwertsteuer“ den Betrag, der durch die Mehrwertsteuer vom Preis wegfällt, an die Handelspartner in südlichen Ländern weitergeben. Bei einem Einkauf von 15 Euro seien es rund 30 Cent, die so zu Spendenzwecken abgeleitet werden würden, informiert der Flyer des Weltladens.

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