Mahlberg: Preise für Mais und Weizen steigen

Mahlberg: Preise für Mais und Weizen steigen

von befla

Maiswurzelbohrer-Plage bedroht Ernte Hansjörg Imgraben vom Freiburger Regierungspräsidium informierte über den aktuellen Stand der Maiswurzelbohrer-Plage. Fruchtfolgen hätten sich zwar bewährt, jedoch seien die winzigen Schädlinge im Vorjahr wieder vermehrt festgestellt worden. Derzeit seien sie noch im Boden versteckt. Im Regierungspräsidium habe man sich deshalb entschlossen, die Anordnung für drei Jahre zu verlängern. Somit darf weiterhin jedes dritte Jahr kein Mais auf bisherigen Flächen angebaut werden, um den aggressiven Maiswurzelbohrer quasi auszuhungern. Eine andere Möglichkeit gebe es nicht, den Maiskiller unter Kontrolle zu halten, so Imgraben. Also: Es gibt nach wie vor keine Entwarnung. Doch die Landwirte hatten auch Grund zur Freude. Franz Utz, geschäftsführender Bereichsleiter der Zentralgenossenschaft Raiffeisen Karlsruhe, berichtete vom aktuellen Stand der Weltmärkte, die auch hiesige Verkaufspreise beeinflussen. Weil der Mittlere Westen der USA derzeit unter Wasser steht, seien dort erhebliche Ernteeinbußen bei Mais und Getreide zu erwarten. In der Kornkammer Ukraine machen sich hingegen schon jetzt Trockenschäden bemerkbar. Aus diesem Grund seien die globalen Börsenpreise derzeit deutlich nach oben gegangen. Die können jedoch zur Erntezeit wieder fallen. Deshalb empfahl Utz den Landwirten, einen ansehnlichen Teil ihrer künftigen Ernte schon jetzt zu aktuell guten Preisen vorzuverkaufen. Bei Erntedruck würden die Preise vermutlich fallen, zumal in Europa die Aussaat-Bedingungen gut gewesen seien, bekräftigte Anton Eberhard von Baden-Agrarhandel in Friesenheim und lobte die in der Region nachhaltige, kontrollierte Produktion mit hervorragender Qualität. Auch Rainer Moritz, Chef des Ortenauer Landwirtschaftsamts, bestätigte diesen Trend. Er beklagte jedoch, dass „in städtischen Regionen“ die Akzeptanz für intensiven Ackerbau zunehmend verloren gehe. Deshalb wird nun erstmals auf den Orschweierer Versuchsfeldern im Frühherbst eine neue Infoveranstaltung für Verbraucher stattfinden, um eine Diskussion über landwirtschaftliche Nutzung zu befördern. „Die macht unseren Betrieben derzeit das Leben wirklich nicht einfach, ganz abgesehen von fast regelmäßig auftretenden Witterungsextremen“, so Moritz Der starke Regen der vergangenen Wochen freut die Landwirte in Baden-Württemberg. Nur für die Erdbeerernte ist er eher Fluch als Segen. Die Früchte seien durch den Regen geplatzt und verfault.

OrtenauTV abonnieren

Das könnte dich auch interessieren

Hinterlasse einen Kommentar