Mühlenbach: Mini-Räte entscheiden sich gegen Zoo

Mühlenbach: Mini-Räte entscheiden sich gegen Zoo

von befla

Anschließend zeigte sie den Kindern die verschiedenen Zimmer des Rathauses. Im alten Trauzimmer erregten die Bilder der ehemaligen Bürgermeister schnell das Interesse der jungen Besucher. „Das sind ja alles Männer gewesen“, merkten sie an und dass es gut sei, dass Frauen heute mehr machen dürfen als früher. Auch die ausgestellten Trachten schauten sich die Kinder genau an. „Ich habe jetzt auch eine“, erklärte Wössner nicht ohne Stolz. Nach einem Besuch des Probenraums des Gesangsvereins im Dachgeschoss ging es ganz nach unten. Im Keller des Rathauses zeigte die Bürgermeisterin den Besuchern das neue Trauzimmer. „Trauungen mache ich immer gerne“, sagte sie. Die Frage „Wer heiratet denn als nächstes?“ ließ Wössner unbeantwortet und erklärte, dass sie so etwas nicht verraten dürfe. „Manche wollen ja vielleicht auch gar nicht, dass man weiß, dass sie heiraten“. erklärte sie. Danach kopierte sie den Kindern je einen Neun-Milliarden-Mark-Schein aus der Zeit der Inflation, den alle mit nach Hause nehmen durften. Ein Höhepunkt war die „Mini-Gemeinderatssitzung“, bei der die Mädchen und Jungen darüber abstimmen sollten, ob die Gemeinde Mühlenbach einen Zoo auf dem Flachenberg errichten sollte. „Ich bin dagegen, weil manche Menschen auf dem Flachenberg sich davon vielleicht gestört fühlen“, „Mühlenbach ist zu klein, das passt nicht dazu“, „die Tiere fressen den Kühen das Gras weg“, „wir sollten dafür keine Bäume fällen müssen“, „ich mag Giraffen“ und „dann kommen vielleicht zu viele Touristen“ lauteten die Argumente. Am Ende fiel der Beschluss einstimmig gegen den Zoo.

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