Nach Tod von George Floyd: Washington macht ausländische Akteure für Proteste mitverantwortlich

Nach Tod von George Floyd: Washington macht ausländische Akteure für Proteste mitverantwortlich

von befla

Die amerikanische Regierung macht eine Einflussnahme aus dem Ausland bei den seit Tagen anhaltenden, teils in Gewalt umgeschlagenen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt aus. Ausländische Akteure mischten auf allen Seiten mit, sagte Justizminister William Barr am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Zudem versuchten „extremistische Agitatoren“, die Spaltung in der amerikanischen Gesellschaft nach der Tötung des Schwarzen George Floyd bei einem Polizeieinsatz zu vergrößern. Es gebe Belege, wonach „die Antifa und andere ähnliche extremistische Gruppen“ sowie „Akteure verschiedener politischen Überzeugungen“ darin verwickelt gewesen seien, zu Gewalthandlungen anzustiften.

Floyd starb, nachdem ein weißer Polizist fast neun Minuten auf seinem Hals gekniet hatte. Der Polizist ließ auch dann nicht von Floyd ab, als dieser mehrfach stöhnte, er bekomme keine Luft. Der Vorfall wurde mit einer Handykamera festgehalten. Er löste in zahlreichen Städten in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt aus, bei denen es teilweise zu Ausschreitungen kam.

Merkel bezeichnet Tod von Floyd als Mord

Eben jenen tödlichen Polizeieinsatz gegen den Afroamerikaner George Floyd hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf verurteilt und als Mord bezeichnet. „Erst einmal ist dieser Mord an George Floyd etwas ganz, ganz Schreckliches“, sagte Merkel am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „Was nun?“. „Rassismus ist etwas Schreckliches. Die Gesellschaft in den Vereinigten Staaten ist sehr polarisiert.“

Zum Umgang von Präsident Donald Trump mit den anhaltenden Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten sagte Merkel: „Meine Ansprüche an Politik sind immer, dass man auch versucht, zusammenzubringen und zu versöhnen.“ Trumps Politikstil sei „schon ein sehr kontroverser“.

Rassismus habe es „zu allen Zeiten“ gegeben, sagte die Kanzlerin. „Aber leider gibt es ihn auch bei uns. Und jetzt kehren wir mal vor unserer eigenen Haustür und hoffen, dass auch in den Vereinigten Staaten sich genug Menschen finden, die einfach friedliche Demonstrationen voranbringen.“

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