Oberwolfach: Vertieft in die Höhenlandschaft

Oberwolfach: Vertieft in die Höhenlandschaft

von befla

Bevor die Gruppe dem Hansjakobweg folgend in den Wald eintrat, wurde die Bergbaugeschichte lebendig. Vertieft wurde diese Facette der Höhenlandschaft mit dem Hinweis auf den von Erich Holzer und Willi Schmider restaurierten Eisenpfeiler der einstigen Förderanlage. Der Sattel bei der „Schremppe Höhe“ bot nicht nur eine Rundsicht über die gesamte Wanderstrecke, sondern auch die Gelegenheit, sich mit Schwarzwälder Spezialitäten zu stärken. In faszinierender Pracht zeigte sich der Höhenrücken, der wohl über Jahrhundert als Weideland genutzt wurde. Drei majestätische Hofgüter säumten den Weg zur Talsohle des Dohlenbaches: der Schremppehof, der Hermeshof und der durch Hansjakobs Schriften besonders bekannte Moosbauernhof. Weil der Aufstieg zum Schlegel neu angelegt werden musste, ging es mit Blick durch die Bäume zum Schornehof auf eine kurze Strecke recht steil bergan. Einen Zwischenstopp zum kurzen Verschnaufen nutzte die Wanderführerin, um Interessantes zum Schwarzwald allgemein zu vermitteln. Oben auf dem Schlegel bot sich die Gelegenheit, die spannende Sage vom Zierlegeist zu erzählen, zumal man hier gerade dabei ist den der Sage zugrunde liegende Holzreichtum zu nutzen. Beschlossen wurde die abwechslungsreiche Rundwanderung beim „Schmalzerhiesle“ mit einem deftigen Vesper. Lob und Dank gab es zum Abschluss für Schwarzwald-Guide Hohenstein-Rothinger, die die Tour mit ihren passend eingestreuten Informationen zu einem besonderen Wandererlebnis werden ließ. Schwere Arbeit des Flößens und Riesens Fortgesetzt wurde das Wander-Dreierlei am Samstag mit einer knapp 13 Kilometer langen Tour im Bereich des Försterecks. Die beiden Wanderführer Margret Schmid und Erich Schmider vom Schwarzwaldverein Bad Rippoldsau erzählten den mitwandernden Gästen Wissenswertes über die Wanderregion insgesamt sowie über die Besonderheiten der Wälder und der Kräuter, die am Wegesrand zu finden waren. Im Wald-Kultur-Haus wartete ein Vesper. Währenddessen berichteten Otmar Zanger und Reinhold Herrmann über die Entstehung des Wald-Kultur-Hauses und über die Arbeiten des Flößens und Riesens. Ein Film dokumentierte die schwere Arbeit, die den Lebensunterhalt der Menschen im Wolftal einst gesichert hat. Am Sonntag erlebten die Wanderer die Mystik des Glaswaldsees. Schwarzwaldguide Sum-Herrmann zog in ihrer ureigenen temperamentvollen Art die Wanderer in ihren Bann. Sie berichtete von den Geschichten und Sagen, die sich um den Glaswaldsee ranken. „Eine tolle Idee, das Wolftal-Wanderdreierlei in einer so herrlichen Landschaft durchzuführen“, berichtete ein mitwandernder Gast, der extra aus dem Stuttgarter Raum für eine Wanderung angereist war. Beim Wolftäler Wander-Dreierlei wurden an drei Tagen drei Touren angeboten. Am Freitag fand eine Tour auf den Höhen des Schwarzenbruchs statt, am Samstag ging es in die Naturparkregion in Bad Rippoldsau. Die Tour am Sonntag führte zum Glaswaldsee. Bei jeder Wanderung erfuhren die Teilnehmer etwas über die Schönheit der Landschaft und die Vielfalt der Natur.

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