Ottenhlöfen und Sasbach müssen dicke Bretter bohren

Ottenhlöfen und Sasbach müssen dicke Bretter bohren

von befla

Beim Saisonstart der Fußball-Bezirksliga Baden-Baden sind der FC Ottenhöfen und der SV Sasbach nicht zu beneiden. Beide beginnen am Sonntag gegen einen Meisterschaftsfavoriten – Ottenhöfen beim VfB Gaggenau und Sasbach gegen den vermeintlich übermächtigen Rastatter SC/DJK.
 

FSV Kappelrodeck-Waldulm – FV Bad Rotenfels (Sonntag, 17 Uhr):

Vor dem Start in die neue Saison der Bezirksliga Baden-Baden blickt Marcel Halfmann, Trainer des FSV Kappelrodeck-Waldulm, auf eine solide Vorbereitungsphase zurück. Im Pokalspiel letzte Woche beim VfR Achern gab’s mit der 0:1-Niederlage jedoch einen Dämpfer. „Die Lektion kam genau zum richtigen Zeitpunkt, bevor es an die Punktespiele geht“, meinte der Coach. Vor heimischem Publikum ist zum Auftakt der FV Bad Rotenfels zu Gast, der nach dem jüngsten 5:1-Pokalerfolg gegen den OSV Rastatt viel Selbstvertrauen hat. „Wir müssen Wille, Leidenschaft und die nötige Portion Zweikampfintensität in die Waagschale werfen, um den Platz als Sieger verlassen zu können“, gab Halfmann die Marschroute vor.

SG Lauf/Obersasbach – SV Kuppenheim II (Sonntag, 17 Uhr):

Das letzte Spiel vor der Corona-Zwangspause bestritt die SV Lauf/Obersasbach bei Kuppenheim II und verlor deutlich. Der Abstieg war so gut wie besiegelt. Covid-19 sorgte für einen radikalen Schnitt, die Saison wurde abgebrochen, die SG blieb in der Bezirksliga und hat somit, mit einem zweiten Anlauf, die Chance, ihre Bezirksliga-Tauglichkeit nachzuweisen. Und das Ganze beginnt wieder gegen Kuppenheim II.
Viele junge Spieler wurden eingebaut. Zu einer realistischen Standortbestimmung wurde das gewonnene Pokalspiel in Haueneberstein. Trotzdem: Die Bezirksliga stellt eine gewaltige Herausforderung dar. Auf den Schultern von Torjäger Johannes Herkert und Jonas Lepold liegen die Hoffnungen auf SG. Markus Ringwald fehlt beim Auftakt verletzungsbedingt. Bis zum Beweis des Gegenteils gilt: Siege gegen Kuppenheim sind so selten wie Schnee in der Wüste.

VfB Gaggenau – FC Ottenhöfen (Sonntag, 17 Uhr):

Vor keiner leichten Saison steht der FC Ottenhöfen nach dem Corona bedingten Abbruch der letzten Saison, die man als Tabellen-Achter abschloss. Nach der durchwachsenen Vorbereitung und dem Ausfall von Leistungsträgern müssen sich die Achertäler wohl erst noch finden. Der Re-Start in die neue Runde könnte nicht schwieriger sein. Mit dem VfB Gaggenau trifft Ottenhöfen auf einen ambitionierten Gegner, der die Bezirksliga nur als Durchgangsstation in die Landesliga sieht. Nach dem Aufstieg vergangene Spielzeit aus der Kreisliga A, Staffel Nord möchte die Elf um Spielertrainer Armin Karamehmedovic durchstarten und so erfolgreich wie möglich sein. Die Mannschaft aus dem Murgtal hat einige Akteure in ihren Reihen, die schon in höheren Ligen aktiv waren und die daher ein anderes Selbstverständnis haben, als der „kleine“ FCO, der fast immer schon nur mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs agieren konnte. In Gaggenau möchten sich die Gäste aus dem Mühlendorf trotzdem nicht kampflos unterkriegen lassen. Die Truppe von Trainer Jose Petit ist am Sonntag zwar der klare Außenseiter, allerdings mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung nicht gänzlich chancenlos.

SV Sasbach – Rastatter SC/DJK (Sonntag, 15 Uhr):

Sasbachs Trainer Jens Hellmann steht vor einer ganz ambitionierten Aufgabe – der totale Umbruch ist angesagt. Nachdem quasi der komplette Kader der ersten Mannschaft den Verein verlassen hat, sind 17 neue Spieler gekommen. „Wir müssen das Beste draus machen“, sagt Hellmann und weiß genau, dass das Basteln eines neuen Teams dauert. Da kommt der ambitionierte Rastatter SC/DJK zur Unzeit. „Unser Ziel kann nur sein, uns gut aus der Affäre zu ziehen und keine Klatsche zu kriegen. Das wäre kontraproduktiv, denn Stimmung sowie Trainingsbeteiligung sind gut“, backt der Trainer eher kleine Brötchen. Zumal Fabio Lamm, Manuel Madlinger, Mika Yildiz, Daniel Syrowtka, Fabio Caraffa und Gabriel Azzouni angeschlagen sind.tk

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