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Schlechte Zeiten für PilzsammlerOrtenauTV 

von befla

In diesem Jahr könnte die Ausbeute für Pilzsammler mager ausfallen. Schuld ist der trockene Sommer.

Wer im Herbst gerne Pilze sammelt, hat in dieser Saison anscheinend schlechte Karten. Der trockene Sommer hat vielorts die Pilze NICHT sprießen lassen. So bestätigt es auch die Deutsche Gesellschaft für Mykologie. Regional gibt es zwar große Unterschiede, aber für ganz Deutschland sei eher ein schlechtes Pilzjahr zu erwarten.

Müssen sich Pilzsammler angesichts des Klimawandels jetzt häufiger auf schlechte Jahre einstellen?

Da nur ein dutzend ehrenamtliche Helfer melden, wo welche welche Pilze wachsen, ist eine verlässliche Aussage schwierig.

Etwa 9000 Großpilze sind in Deutschland bekannt. 6000 hat das Bundesamt für Naturschutz auf ihre Gefährdung hin untersucht. Demnach gilt ein Viertel davon als gefährdet.

Das ist nicht nur eine schlechte Nachricht für Pilzfreunde, sondern auch für Ökosysteme. Das unterirdische Geflecht der Pilze versorgt Bäume und Kräuter mit Nährstoffen und Wasser. Sie helfen zum Beipsiel Kühen dabei, Gras zu verdauen. Ohne Pilze wäre Getreide- oder Obstanbau kaum möglich. Auch Medikamente wie Antibiotika oder auch Brot und Wein könnten ohne Pilze nicht hergestellt werden.

In diesem Jahr müssen Pilzesammler also entweder auf Champignions umsteigen oder hoffen, dass es ordentlich regnet in den nächsten Wochen. Dann könnten Pilzesammler vielleicht doch noch auf ihre Kosten kommen.

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