Jochen Stahnke

Siedler im Westjordanland: Sie sind gekommen, um zu bleiben

von befla

Die Siedlung Efrat im Westjordanland, südwestlich von Bethlehem.
Bild: Getty

Die israelischen Siedler im Westjordanland blicken voller Hoffnung auf den 1. Juli. Wird die Regierung ihre Ankündigung wahrmachen, palästinensische Gebiete zu annektieren – und wenn ja, welche? Ein Besuch vor Ort.

Efrat wirkt wie eine amerikanische Vorstadt. Saubere Büsche und Beete, dreigeschossige Einfamilienhäuser mit roten Dächern, gepflegte Mittelklassefahrzeuge – und Ruhe, solange man nicht in die Nähe der Baustelle für die Apartmentkomplexe mit den hochpreisigen Wohnungen kommt. Ein Rabbiner aus Manhattan gründete die Siedlung hinter der Grünen Linie 1983, und bis heute stammen viele der Bewohner aus Amerika.

Jochen Stahnke

Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

Sie halfen mit, aus der illegalen Siedlung Efrat eine kleine Stadt von zehntausend Einwohnern zu machen, von der man auf makellosem Asphalt binnen zwanzig Minuten nach Jerusalem gelangt. Und bald, so scheint es, muss man dafür auch nicht mehr in ein anderes Land fahren. Denn Efrat, Kern des sogenannten Siedlungsblocks Gusch Etzion, gilt als aussichtsreicher Kandidat für Israels Annexion im Westjordanland.

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