Uniklinik in Gießen schließt wegen Personalmangels drei Stationen

von befla

Personalmangel: Das UKGM hat drei Stationen geschlossen Bild: dapd

Der Betriebsrat spricht von einem Pflegenotstand. Das Uni-Klinikum Gießen und Marburg muss wegen Personalmangels drei Stationen schließen. „Unsere OP- und Prozessplanung wird entsprechend angepasst“, sagte ein Sprecher.

Wegen Personalmangels hat das Uniklinikum Gießen und Marburg (UKGM) drei Stationen geschlossen. Wie der Sprecher des UKGM am Samstag sagte, werden aber keine Patienten abgewiesen. „Unsere OP- und Prozessplanung wird entsprechend angepasst“, sagte er. Der Arbeitsmarkt für Pflege- und Gesundheitsfachberufe sei extrem angespannt, der Wettbewerb um Personal zwischen den Kliniken hoch. Weitere Schließungen sind laut Sprecher nicht geplant. Das Uniklinikum setze derzeit verstärkt „interne Pool- sowie externe Zeitarbeitskräfte“ ein, sagteer.

Dem Sprecher zufolge sind am UKGM seit etwa zwei Jahren Rückgänge bei der Bewerberzahl für Ausbildungsplätze einerseits und zunehmende Probleme bei der Besetzung der offenen Pflegestellen andererseits zu beobachten. Die geschlossenen Stationen gehören nach Angaben des Sprechers  zu der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik, der Allgemeinen Chirurgie und der Kardiologie.

Der Betriebsrat spricht angesichts dessen von einem Pflegenotstand. Schon der Vergangenheit hatte er öfter die Belastung der Pflegekräfte bemängelt. Die „Gießener Allgemeine Zeitung“ hatte zunächst berichtet.

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