Unternehmerleben: Ost-Berliner Punk

von befla

Holger und Silke Friedrich im Berliner Verlagsgebäude Bild: Andreas Pein

Silke und Holger Friedrich langweilen sich nicht gerne. Deshalb gründen sie Start-ups, kaufen Techno-Clubs, Schulen und seit neustem auf die „Berliner Zeitung“.

Familie Friedrich hat sich jüngst die „Berliner Zeitung“ gekauft. Diese Nachricht wäre für eine alteingesessene Verlegerfamilie schon aufregend genug. In diesem Fall ergänzt dieser Einkauf allerdings ein recht ungewöhnliches Portfolio: Technologiefirmen, eine angesagte Event Location und eine internationale Privatschule gehören dazu. Das Berliner Unternehmer-Ehepaar Holger und Silke Friedrich schreckt vor gar nichts zurück.

Das muss man sich einmal genauer ansehen, auch weil man dabei sehr viel über Berlin lernen kann. Am Aufstieg der Friedrichs lässt sich in gewisser Weise auch der Aufstieg der verschlafenen Frontstadt zur Metropole von Weltrang ablesen. Lange Zeit verliefen die beiden Erfolgsgeschichten nämlich in einem erstaunlichen Gleichschritt: Mit der Wende kam die große Verwirrung, die Neuorientierung in einer veränderten Welt. Dann machte sich Aufbruchsstimmung breit, es siedelten sich Start-ups an, die Clubszene florierte. Überall mischten die Friedrichs mit. Und als ihr Nachwuchs (und der des neuen weltgewandten Berlin-Publikums) eine internationale Schule brauchte, kam auch die.

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