Wie der hessische Mittelständler Ille unter den Brexit-Wirren leidet

von befla

Made in Germany: Seifenspender und Toilettenpapierhalter auf dem Fließband von der Ille-Zentrale in Altenstadt Bild: Marina Pepaj

Gehen die Briten ohne Vertrag aus der EU, verliert die Firma Ille aus Altenstadt Umsatz. Mindestens ihren Standort in Nordirland müsste sie schließen.

Finanzgeschäfte, Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen – vieles könnte im Rahmen des Brexits durcheinandergeraten. Einem Teil der Iren und vor allem den Nordiren droht sogar der Nachschub an Toilettenpapier und Handwaschseife auszugehen, denn das Unternehmen Ille weiß nicht, wie es seine Kunden weiter beliefern soll, wenn die Briten sich tatsächlich mit einem harten Schnitt von der Europäischen Union trennen sollten.

Inga Janović

„Für unsere Niederlassungen in Irland und Großbritannien hätte das enorme Auswirkungen. Den Standort in Portadown bei Belfast müssten wir wohl schließen“, sagt Eric Gottschalk, einer der drei Geschäftsführer des Familienunternehmens in Altenstadt in der Wetterau. Dessen Produkten ist so gut wie jeder schon begegnet: Ille ist nach eigenen Angaben europaweiter Marktführer im Vertrieb von Seifen- und Handtuchspendern sowie Toilettenpapierhaltern für öffentliche und betriebliche Sanitäranlagen. Die Altenstädter vermieten die Ausstattung an die Kunden mit einer Art Rundum-Paket und kümmern sich mit ihrer eigenen Servicemannschaft um die technische Wartung sowie die regelmäßige Lieferung von Papier, Seife und Co.

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