Zukunft der Warenschau: Messen müssen sich häuten

von befla

Das geht bald auch von zuhause: Messebesucher auf der Gamescom in Köln, 2019
Bild: dpa

Reale Messen mit Tausenden von Ausstellern und Besuchern fallen noch lange aus. Erste Unternehmen präsentieren sich digital. Aber auch Messegesellschaften arbeiten an der Zeit nach Corona – durch Übernahmen und digitale Alternativen.

Phoenix Contact ist zufrieden. „Die Kundenresonanz war überwältigend. Wir haben zahlreiche Rückmeldungen erhalten, die von dem Format begeistert waren. Selbst Global Player haben die Phoenix Contact Dialog Days als Benchmark herangezogen. Damit ist die Veranstaltung zum Maßstab in der Branche geworden“, sagt Frank Stührenberg, der Vorsitzende der Geschäftsführung des ostwestfälischen Elektrokonzerns Phoenix Contact. Nach der endgültigen Absage der Hannover Messe, der größten Investitionsgütermesse der Welt, für das Jahr 2020 „war klar, dass ein neues Format der Neuheitenpräsentation ins Leben gerufen werden musste. Innerhalb von nur sechs Wochen entstand ein digitaler Auftritt, auf dem sich in den letzten drei Wochen mehr als 8100 nationale und internationale Besucher über die Neuheiten informiert haben.“

Georg Giersberg

Georg Giersberg

Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

Rund 2100 Interessierte besuchten den deutschen Teil der Veranstaltung, der vom 20. bis 30. April online war. Bei der internationalen Konferenz in englischer Sprache vom 27. April bis zum 8. Mai besuchten 6100 Teilnehmer die virtuelle Messe und 3650 von ihnen die Themenkonferenz. Für die internationalen Besucher gab es virtuelle Messerundgänge in acht Sprachen. Das Programm reichte von der Produktpräsentation auf einem virtuellen Messestand bis zu einer mehrtägigen Konferenz mit Videos von Expertenrunden, Interviews und Vortragsreihen. Gerade die digitalen Konferenzangebote seien sehr erfolgreich gewesen.

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